Mercury-6 ist eine detailgetreue Nachbildung des analogen polyphonen Synthesizers Jupiter-6, der ursprünglich 1983 auf den Markt kam. Der hochentwickelte Jupiter-6, der – rein vom Namen her – zwischen den früheren Modellen Jupiter-4 und Jupiter-8 angesiedelt ist, wurde manchmal als „Sleeper-Release“ betrachtet.
Mittlerweile hat er sich dank seines unverwechselbaren, dunklen und komplexen Klangs zu einem der bemerkenswertesten und begehrtesten klassischen Synthesizer von Roland entwickelt. Wenn du schon lange davon geträumt hast, den Jupiter-6 zu erkunden, wirst du den Mercury-6 lieben!
Der 1983 als preisgünstigere Alternative zum Flaggschiff Jupiter-8 mit acht Stimmen auf den Markt gebrachte Jupiter-6 mit sechs Stimmen nahm dennoch einen wichtigen Platz in der Geschichte der analogen Polysynths ein.
Obwohl sich der Jupiter-6 in Aussehen und Funktionsumfang dem Jupiter-8 ähnelte, klang er doch deutlich anders. Das vielseitige Filterdesign des Jupiter-6 sorgte für einen aggressiveren Klang als bei den Vorgängermodellen der Jupiter-Reihe, wodurch er sich ideal für innovative Techno- und Electro-Stile eignete.
Die VCOs des Jupiter-6 unterstützten mehrere gleichzeitige Wellenformen, und seine beiden LFOs sowie die Cross-Mod-Funktionen der Oszillatoren boten umfangreiche Modulationsmöglichkeiten.
Seine bahnbrechenden Solo- und Poly-Unison-Modi ermöglichten kraftvolle Lead- und Bass-Sounds, und er war einer der ersten Synthesizer, der das damals neue MIDI-Protokoll unterstützte. Die Kosteneinsparungen beim Design des Jupiter-6 führten jedoch zu einigen Nachteilen.
Die Audioausgabe erfolgte ausschließlich in Mono und war auf eine Polyphonie von sechs Stimmen beschränkt, was das Potenzial der Split-Keyboard-Funktion einschränkte. Zudem war der Zeitpunkt ungünstig, da im selben Jahr Yamahas revolutionäres DX7 auf den Markt kam.
Doch als Beweis für die Beständigkeit des Jupiter-6 über die Jahrzehnte hinweg wuchs seine Beliebtheit in Genres wie Big Beat, House und Techno. Daher ist die Original-Hardware auch heute noch sehr gefragt.
Der Mercury-6 von Cherry Audio vereint alles, was diesen Klassiker so außergewöhnlich macht, und erweitert den bereits beeindruckenden Funktionsumfang und die Funktionalität für moderne DAW-Produktionen und Arbeitsabläufe.
Wir haben eine Anschlagdynamik hinzugefügt, den Split-Modus verbessert und einen Layer-Modus eingeführt, mit dem zwei verschiedene Klänge gleichzeitig überlagert werden können – mit individueller Stereo-Panning-Einstellung, Verstimmungsmöglichkeiten und Sustain für jede Ebene.
Über ein Bedienfeld können Nutzer diese Ebenen ganz einfach auswählen und zwischen ihnen wechseln. Es verfügt zudem über eine Hilfsfunktion zum Austausch von Einstellungen zwischen der unteren und der oberen Ebene oder sogar zwischen Voreinstellungen. Und dank der auf 16 Noten erweiterten Polyphonie gehen dem Mercury-6 die Stimmen so schnell nicht aus.
Wir haben den Arpeggiator einschließlich der versteckten Up/Down-Modi des Originals nachgebildet und ihn um einen Zufallsmodus sowie eine MIDI-Tempo-Synchronisation erweitert. Ein Akkord-Speichermodus ermöglicht es, mehrere Noten zu speichern und mit einer einzigen Taste abzuspielen.
Wir haben die Funktionalität der LFOs verbessert – mit einem Retrigger für LFO-1 und einer „Always-On“-Option für LFO-2, die beide mit dem MIDI-Tempo synchronisiert werden können. Außerdem haben wir ein integriertes Effekt-Panel in Studioqualität eingeführt, das mit brillant klingenden Effekten wie Distortion, Phaser, Flanger/Chorus, Delay und Reverb aufwartet.
Mit zusätzlichen Funktionen wie der Drift-Steuerung pro Layer, über 500 professionell gestalteten Presets und flexibler MIDI-Zuordnung bringt der Mercury-6 von Cherry Audio das authentische Jupiter-6-Erlebnis 40 Jahre in die Zukunft. Jupiter-6-Fans werden den Mercury-6 lieben!